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Dokumentationsfehler

Dokumentationsfehler

Dokumentation heißt, dass der Arzt in der Krankenakte seine Befunde, eingeleitete therapeutische Maßnahmen usw. schriftlich festzuhalten hat. Andere Dokumente (wie z. B. Laborergebnisse, Ausdrucke von Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren, Röntgenbilder etc.) sind in der Krankenakte abzuheften. Dies dient nicht nur dazu, dem Patienten gegenüber Rechenschaft über die Behandlung abzulegen. Vielmehr soll auch ein nachbehandelnder Arzt in der Lage sein, die Behandlung fortzusetzen.

Beweislast:
Die Krankenakte ist Beweismittel und kann den Arzt belasten oder entlasten. Nichtdokumentation oder lückenhafte Dokumentation lassen den Beweis entfallen. Es tritt die sogenannte Umkehr der Beweislast ein, d. h. nun muss der Arzt beweisen, dass er den Patienten richtig behandelt hat. Im Falle ordnungsgemäßer Dokumentation ist es umgekehrt: Der Patient muss beweisen, dass der Arzt ihn falsch behandelt hat.




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